Crowdfunding für medizinische MDMA und Zauberpilz Forschung

Ein Aktivisten-Ehepaar will per Crowdfunding 1 Million Dollar sammeln, um so die medizinische Forschung zur therapeutischen Verwendung von MDMA (der Ecstasy-Wirkstoff) und Psilocybin (der Wirkstoff in Magic Mushrooms) zu finanzieren. Während sie Neurowissenschaftlerin ist, ist ihr Ehemann Psychologe und hat bisher gute Erfahrungen in der Behandlung von Depressionen mit Psychedelika gemacht – erst kürzlich lieferte ja eine Studie gute Hinweise dafür, dass Psilocybin beim Nikotin-Entzug kurz- wie langfristig bemerkenswerte Resultate erzielt.

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Werden statt Psychopharmaka Depressiven bald Zauberpilz-Tabletten verschrieben?

 

Das Projekt heißt „Emmasofia“ – der Name „Emma“ steht in der Drogenszene als Spitzname für MDMA (bedeutet aber auch "universal") und „sofia“ steht für Wissen bzw. Weisheit (Philosophie = Die Liebe zur Weisheit).

Da die Vereinten Nationen MDMA und Psilocybin als Drogen klassifizieren, kann selbst eine auf Medikamente abgezielte Forschung nur unter hohen Auflagen nach zahlreichen Genehmigungen erfolgen. Doch die beiden Forscher Krebs und Johansen fanden ein  Labor in Oslo, das zur Erforschung von MDMA und Psilocybin zugelassen ist – aufgrund der Sensibilität des Themas kann der Name des Labors allerdings nicht öffentlich bekannt gegeben werden.

Sobald ein getestetes Pharmazeutikum aus den Forschungen hervorgeht, soll es kostengünstig erwerbbar sein sowie in Abhängigkeit der Summe kostenlose Proben an Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne verteilt werden – jedoch müssen die Empfänger dazu eine gesetzliche Berechtigung aus ihrem Heimatland nachweisen, was realistisch betrachtet wohl in nur den wenigsten Fällen der Fall sein wird.

Die medizinischen Einsatzmöglichkeiten für den Wirkstoff von Zauberpilzen (Psilocybin) umfassen laut Krebs und Johansen bspw. die Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen, Zwangsstörungen und Ängsten, während MDMA helfen könnte, posttraumatische Belastungsstörungen, allgemeine Psychotherapie und die Parkinson-Krankheit zu behandeln. Aufgrund der zu erwartenden, niedrigen Dosierung sollten auch Nebenwirkungen wie diese hier ausgeschlossen sein – sie sind natürlich auch nicht zum Missbrauch bestimmt, der sicherlich Unmengen des Medikaments benötigen würde.

PS: wer damit noch keine Erfahrungen hat, kann sich ja einmal die Zauberpilze Tripbericht von hier durchlesen, denn diese offenbaren, dass der Konsum vom psychoaktiven Pilzen durchaus Seelenfrieden herbeiführen kann.


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2 Kommentare


  1. // Antworten

    Mittlerweile greifen immer mehr Menschen auf Crowdfunding zurück. Warum also nicht diese Finanzierungsmöglichkeit auch für medizinische Zwecke und der Forschund nutzen.


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