Polizei fahndet mit Foto nach verdächtigem Outdoor-Grower

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Verdächtiger Outdoor-Grower mit Bild polizeilich gesucht – hier absichtlich unkenntlich gemacht

Unfassbar, was hier wieder für ein Brimborium veranstaltet wird, welch Ressourcenverschwendung materieller und personeller Art stattfindet – weil man in dem Naturschutzgebiet "Wüster Forst" Anfang September 2014 eine Outdoor-Cannabisplantage entdeckt hat, wendet sich nun die Polizei und Staatsanwaltschaft mit dem Bild eines Verdächtigen an die Öffentlichkeit. Wie das Bild allerdings entstanden ist, bleibt ungewiss – ob es „zufällig“ von Passanten oder gar einer gezielt aufgestellten Wild-Überwachungskamera aufgenommen wurde, geht aus den Presseerklärungen bislang nicht hervor (und wird es wohl auch nicht).

Entdeckt wurde die auf einer Insel in einem See angelegte outdoor Hanf-Anpflanzung durch Mitarbeiter einer Firma am 3. September gegen 20 Uhr. Diese bemerkten  ungewöhnlich  aussehende, hohe Pflanzen unter  einem Hochspannungsmast auf der Seeinsel und alarmierten in vorbildlichem Obrigkeitsgehorsam die Polizei. Die Beamten fanden dann ein etwa 100 Quadratmeter großes Feld mit 26 Hanfpflanzen vor und ernteten die zwischen 1,80 Meter bis 2,80 Meter hohen Stauden – die Presse schreibt hier von „acht Kilogramm Cannabis“, dass man „in amtliche Verwahrung nehmen“ konnte. Allerdings ist dies wohl 1. das Gesamtgewicht der ganzen Pflanzen und 2. umfasst es sicherlich nur das Nassgewicht, von welchem bis zum trockenen Endresultat 75-80% an Gewicht verloren gehen. Auch stellte die Polizei vor Ort aufgefundene Arbeitsmaterialien sowie umfangreiches Beweismittel sicher – ein weiterer Beleg dafür, dass man an seinem Guerilla-Grow niemals Gegenstände zurücklassen sollte oder sie ohne Fingerabdrücke gut versteckt (zb. Gießkanne und Dünger) sowie möglichst unerkennbar (Mütze, Sonnenbrille, hoher Schal, Kapuzenpullover, …) zu seinem Growplatz zu pilgern.

Da sich bislang keinerlei verdichtende Anhaltspunkte für den Schwerstkriminellen Krautjunker ergaben, richtet sich die Kriminalpolizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft nun mit einem Foto des Verdächtigen an die Bevölkerung und hofft auf regen Erkenntnisgewinn. Sie fragt:

„Wer hat den abgebildeten Mann bemerkt? Wer kennt seine Identität? Ist das Schlauchboot in einem anderen Zusammenhang aufgefallen? Die Polizisten sind unter der Rufnummer 06142/696-0 zu erreichen.“

Möge sie schön unerfolgreich sein!

PS: warum nicht einfach mal wie in Italien den Staat Cannabis anbauen lassen um es Patienten billiger anbieten zu können und gleichzeitig etwas für den Staatshaushalt zu tun?

PPS: Beim Anbau von Magic Mushrooms wäre das wohl nicht passiert ;)


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