Kiffer sind ja so dumm – wenn Medien Vorurteile bestärken

Sie sind ungewaschen, stinken, haben lange Haare, denken langsam, reden langsam, sind faul und zu nichts zu gebrauchen – so sieht wohl das allgemeine Klischeebild aus, wenn sich der Durchschnittsbürger einen „typischen Kiffer“ vorstellen soll. Wir Konsumenten wissen es natürlich besser, doch die Illegalität von Cannabis verbietet es uns, sich als gestandener Akademiker oder erfolgreicher Unternehmer mit Affinität zum grünen Kraut Weed zu outen. Folglich bestimmen Klischeevorstellungen das allgemeine Kifferbild. Zwei Medienmeldungen spielen diesem nun mal wieder voll in die Hände und scheinen dieses Bild zu bestätigen: eine kuriose To-Do-Liste eines Australiers und ein missglückter Weckruf auf dem Smartphone.

Polizei postet To-Do-Liste eines Kiffers

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TO-DO Liste eines (verplanten?) Kiffers

Nach einer Hausdurchsuchung twitterte die Polizei der australischen Stadt Murdoch „Ist euer Samstag auch so stressig?“ und postete dabei das Bild eines aufgefundenen To-Do-Zettels, der bei dem Kiffer zuhause gefunden wurde. Wie "Bild.de" berichtet, sind darauf 10 recht absurde Punkte gelistet, die ihm Struktur in den Alltag bringen sollten, durch ihre Banalität aber das Klischee des verblödeten Kiffers bestärken:

  1. Aufstehen! Anziehen, sich fertig machen
  2. Bus-Ticket kaufen
  3. Zur Bus-Haltestelle gehen
  4. Mit dem Bus fahren

Sodann folgt die Erinnerung an das Mittagessen, mit dem Bus wieder zurück nach Hause zu fahren und  abends schließlich einen Joint zu drehen und zu rauchen.

Auf Twitter erntete dieser Merkzettel entsprechend Bedauern und Belustigung. Letztlich bleibt es bei diesem Konsumenten aber beim Gras, von Magic Mushrooms ist keine Rede – sonst wäre das Vorurteil wohl nur ausgeweitet worden.

Kiffer hält Taschenrechner für Wecker

Ein ähnlich kurioser Vorfall postete der Nutzer „sammyfrisa“ auf der Plattform reddit https://www.reddit.com/r/funny/comments/348b31/was_pretty_stoned_last_night_i_wonder_why_i_didnt/

Nach einem durchkifften Abend wollte er sich wie gewohnt den Wecker auf dem Smartphone stellen. Doch am nächsten Morgen klingelte ihn nichts wach und er verschlief. Schnell entdeckte er den Grund dafür: Statt die Wecker-App zu benutzen, tippte er die Weckzeit als Ziffern auf dem Taschenrechner des Handys ein!

Bleibt wohl nur zu sagen: Mit Zauberpilzen wär das nicht passiert – oder doch erst recht ;) ?


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