Doping bei Profi-Gamern mittels ADHS-Medikamenten

Wo es um viel Geld geht, da wird auch gedopt. Was wir vom Radsport längst gewohnt sind und auch bei Olympioniken regelmäßig hören, hat längst Einzug in die entlegensten Sportarten gehalten – von denen man es wohl nie erwarten würde! Oder wer würde schon beim Golfen davon ausgehen, dass die Profis Drogentests auf Dopingmittel absolvieren müssen? Betablocker oder Opioide können für die nötige Gelassenheit und Ruhe bei konzentrationsintensiven Schlägen sorgen.

Doping auch auf Zocker-Turnieren von Profi-Gamern!

Doping in der eSport-Bundesliga für Computerspieler
Doping auch in der eSport-Bundesliga für Computerspieler hierzulande (?)

Nun sorgt eine weitere Sportszene für Aufsehen, weil in ihr gedopt wird, obwohl damit wohl kaum einer gerechnet hat – dabei liegt gerade hier Doping auf der Hand! Es handelt sich um das hochdotierte E-Sporting, bei dem professionelle Gamer in Spielen wie Counterstrike, Warcraft, Leauge of Legions usw. teils um Millionenbeträge gegeneinander „zocken“. Neben Talent und Training entscheidet hierbei vor allem die Konzentrationsfähigkeit und –ausdauer über Erfolg oder Niederlage. Aus diesem Grund ist es wohl nicht verwunderlich, dass jetzt einige Profi-Gamer zugaben, bei Turnieren mit Medikamenten für ADHS-Betroffene zu dopen.

Medikinet oder Ritalin heißen die Handelsnamen dieser Arzneien, ihr Wirkstoff ist meist derselbe: Methylphenidat, ein Derivat des Amphetamins (Szenename „Speed“) mit nicht so starker und langanhaltender Wirkung. Es eignet sich zur stundenlangen Aufrechterhaltung der Konzentration bei Aufmerksamkeitsgestörten ADHSlern, ist sogar für Erwachsene seit kurzem zugelassen. Es pusht also weniger als Speed, hält den Konsumenten so auf dem Boden und erhöht gleichzeitig die kognitive Leistungsfähigkeit und ist daher vergleichbar mit Modafinil.

Nach Angaben der Gamer werden diese Pillen für teils horrende Preise von 10 bis 40 Euro pro Stück auf den Gamertreffen verkauft. Von Vorteil ist bei den pharmazeutischen Medikamenten vor allem der exakt dosierte und ungestreckte Wirkstoffgehalt des Methylphenidats, welches der Konsument so genau einschätzen und dosieren kann, ohne Überdosierungen zu befürchten.

Kennt ihr noch weitere unkonventionelle Sportarten und deren Dopingmittel?
Eines scheint jedenfalls sicher: Dass der Zauberpilze und Magic Mushrooms Wirkstoff Psilocybin auf KEINER Dopingliste der Welt steht, zumindest versprächen Magic Mushrooms bei keiner mir bekannten Sportart einen Hinzugewinn, eher im Gegenteil: Doping mit Zauberpilzen  alias Magic Mushrooms klingt absurd und behindert eher die allgemeine Leistungsfähigkeit eines Sportlers. Sollte mir hier jemand das Gegenteil beweisen, fresse ich ein Härchen meines Besens!


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2 Kommentare



  1. // Antworten

    "zumindest versprächen Magic Mushrooms bei keiner mir bekannten Sportart einen Hinzugewinn, eher im Gegenteil: Doping mit Zauberpilzen klingt absurd und behindert eher die allgemeine Leistungsfähigkeit eines Sportlers. Sollte mir hier jemand das Gegenteil beweisen, fresse ich ein Härchen meines Besens!"

    nunja, wir hatten einen Technoclub in der Nähe, dessen Resident wirklich saugeilen Trance auflegte. Also von monoton über Zappelei bis Extase.
    Anfangs feierte ich *ausschliesslich* auf Pilze, bis dann MDMA und Speed den Winterschlaf beendeten.
    Einigen wir uns auf : nicht direkt leistungsfördernd, aber beim passenden Set unglaublich leistungssteigernd ?
    Ich hätte damals bei der passenden Musik Löcher in den Beton stampfen können, auf so energetische Level hab ich mich weggetanzt. Zehn Tassen Kaffee hätten nicht ansatzweise diese … diese … ENERGIE erzeugen können.

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