Knollenblätterpilz: Flüchtlinge sterben durch Verwechslung

Knollenblätterpilz
Vor allem syrische Flüchtlinge verwechseln den Knollenblätterpilz und vergiften sich

Der wohl gefährlichste Giftpilz Deutschlands ist der allgemein bekannte Knollenblätterpilz, nur allzu oft wird er  aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit mit den delikaten Champignons verwechselt. Dabei kann das Essen des Knollenblätterpilz unumwunden tödlich enden, selbst ins Krankenhaus eingelieferte Patienten können nicht immer vor dem Tod bewahrt werden!

Tragischerweise erging es so nun auch gleich mehreren Flüchtlingen aus Syrien, die den Knollenblätterpilz wohl mit einer essbaren, einheimischen Pilzart verwechselt haben und mit schweren Symptomen einer Pilzvergiftung ins Hospital eingeliefert wurden. Zuerst starb Anfang der Woche ein 16-jähriger Syrer im Uniklinikum Münster und kurz darauf erlag ein weiterer Zuwanderer der schweren Vergiftung an Leberversagen.

In Hannover und Münster sind in der letzten Woche insgesamt über 50 Fälle (!) von Vergiftungen durch den Knollenblätterpilz aufgetreten. Betroffen waren meist Flüchtlinge aus Syrien. Anders als in Deutschland, ist es dort Tradition, Pilze selbst zu sammeln. Hierzulande jedoch wagen sich nur die Wenigsten zum Pilze sammeln in den Wald, und wenn, dann verfügen sie meist über genug Kenntnisse, um nicht dem Knollenblätterpilz oder anderen unbequemen mykologischen Arten wie dem „Spitzkegeliger Kahlkopf“ und co zu erliegen.

Um weiteren Verwechslungen und Vergiftungen mit Todesfolge bei Flüchtlingen vorzubeugen, haben Aktivisten nun Flugblätter mit Warnhinweisen und Bildern des Knollenblätterpilz verteilt.

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1 Kommentar


  1. // Antworten

    Besonders gefahrlich sind der grune Knollenblatterpilz, der spitzhutige Knollenblatterpilz und der Fruhlingsknollenblatterpilz. Sie enthalten Amatoxine, die zu den gefahrlichsten Giftstoffen uberhaupt zahlen und denen auch Kochen, Trocknen oder Wassern nichts anhaben kann.

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