Wie es ist, Partys mit Drogenbaronen zu feiern

Privatfoto der Autorin aus ihrer Drogenbaron-Partyzeit
Privatfoto der Autorin aus ihrer Drogenbaron-Partyzeit

In einem für kleines Aufsehen sorgenden Artikel des Online-Magazins „Vice“ schreibt eine junge Frau über ihre Erfahrung, im zarten Alter von Anfang 20 aus heiterem Himmel in die Gesellschaft eines Drogenhändlers geraten zu sein. Der Titel „ICH HABE MIT EINEM DROGENBARON IN MEXIKO PARTY GEMACHT UND ES ÜBERLEBT“ klingt (wie so oft bei Vice) interessanter, als er es in Wirklichkeit ist. Was es damit tatsächlich auf sich hat, lässt sich aber schnell resümieren.

Zusammenfassung:

Sie arbeitete bei einer Agentur, bei der man große Villen privat mieten kann. Dadurch lernte sie auch jemanden kennen, der sich anfangs als „Bauunternehmer“ ausgab, später jedoch gestand, im großen Stil mit Drogen zu handeln. Er hatte immer viel Bargeld dabei (bei einer Razzia sollen bei ihm 300.000 Dollar in bar beschlagnahmt worden sein) und verschiedene Wegwerfhandys. Alles wurde bar bezahlt, um Spuren zu verwischen. Für die ausschweifenden Partys werden extra sog. „Partygirls“ engagiert, die gut aussehen und knapp bekleidet dafür bezahlt werden, eine Woche lang Party zu machen. Dabei konsumierten diese Girls kein Kokain (weil das Gift in ihrer Heimat sei), sondern 2-ce (iirc) – eine Ecstasy ähnliche Substanz als sog. RC (also Research Chemicals, Bestandteile der sog. Legal highs wie es Räuchermischungen oder Badesalze und damit im Gegensatz zu Magic Mushrooms und Zauberpilzen gänzlich unerforschte, erst seit neustem der Menschheitskultur bekannte und daher potentiell unsichere Substanzen sind).

Letztendlich verwarf sie diese Beziehung zu ihm, da sie zu tief in diesen Sumpf mit hinein sackte – eines Tages musste sie ihn undercover auf der Flucht bei o.g. Razzia abholen und Flugtickets auf ihren Namen kaufen. Aus Angst löschte sie seine Nummer und änderte ihre. Interessant, aber nicht spektakulär. Nicht so spektakulär, wie man beim Titel des Vice-Artikels vielleicht denken würde. Und vielleicht auch nicht so spektakulär, als wenn unsereins an ihrer Stelle gewesen wäre…

;-)


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