Wieder zeigt Studie: Magic Mushrooms (Psilocybin) helfen gegen Depressionen

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Psilocybin hilft gegen Depressionen laut erneuter Studie

Immer mehr scheint sich im Spektrum der alternativen Betrachtung und Heilung von psychischen Krankheiten zu bewegen – denn nun hat mal wieder eine neue Studie gezeigt, dass der Zauberpilze Wirkstoff Psilocybin hartnäckige Depressionen heilen kann! Ähnliche Ergebnisse sind auch schon der Nikotin-Entwöhnung per Psilocybin ebenso bekannt wie der nachhaltige Positiv-Effekt von Psilocybin auf die Persönlichkeitsstruktur.

Der "Tagesspiegel" weiß zu berichten:

Der Psychologe Doktor Robin Carhart-Harris vom Imperial College London und sein Team behandelten zwölf Patienten, die seit durchschnittlich knapp 18 Jahren unter Depressionen litten, mit Psilocybin. Zunächst schluckten die Versuchsteilnehmer eine Kapsel mit niedrig dosiertem Wirkstoff, eine Woche später bekamen sie eine weitere Kapsel mit höher dosiertem Psilocybin.

Die Patienten ruhten nach der Einnahme auf einem Bett in einem abgedunkelten Raum und hörten Musik. Nach 30 bis 60 Minuten setzte die psychedelische Wirkung ein (etwa intensivere und übersteigerte oder halluzinatorische Wahrnehmung von Farben, Formen und Klängen) und erreichte nach zwei bis drei Stunden ihren Höhepunkt. Sechs Stunden später konnten die Teilnehmer nach Hause gehen. Ernste Komplikationen traten nicht auf, doch waren alle Versuchspersonen bei Einsetzen der Drogenwirkung vorübergehend beunruhigt.

Eine Woche nach der Behandlung war bei sämtlichen zwölf Teilnehmern eine Besserung der Depression festzustellen. Nach drei Monaten hielt diese bei sieben Patienten an, bei fünf war ein Rückfall eingetreten.

Die im Fachblatt „Lancet Psychiatry“ veröffentlichte Studie erlaubt zwar keine weitreichenden Schlussfolgerungen, weil die Studie dafür zu wenige Teilnehmer umfasste. Jedoch rechtfertigt das Ergebnis aus Perspektive der Wissenschaftler, diesen Behandlungsansatz von "Magic Mushrooms gegen Depressionen" weiter zu erforschen. Sicherlich bekommen die Patienten keine halluzinogenen Pilze verabreicht, sondern genau dosiertes Psilocybin in Reinform – nachvollziehbar. Man braucht also gar nicht erst anfangen Magic Mushrooms selber zu züchten und Zauberpilze anzubauen, um seine eigene Medizin herzustellen ;) Und dennoch kann man sagen: das heilende Potential der Zauberpilze wird gerade auch von der Schulmedizin für sich entdeckt – eine unglaubliche Entwicklung, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre.

Großartig, unserer Gesellschaft scheint sich immer mehr zu öffnen. Wer übrigens die englischsprachige Originalstudie im Wortlaut lesen möchte, der hat hiermit den Link: http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lanpsy/PIIS2215-0366%2816%2930065-7.pdf

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Und wer überdies des Englischen mächtig ist, kann sich den Autor der Studie Dr. Robin Carhart-Harris vom Imperial College London auf Youtube dazu ansehen:

 


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